Wirkungen

Um die Wirkungen regelmäßiger Yogapraxis zu verstehen, ist es sinnvoll eine gewisse Vorstellung des altindischen Körperverständnisses zu haben.

Der Mensch besteht aus mehreren verschiedenen Hüllen:

1. Die materielle, d. h. stoffliche Ebene, den physischen Körper, bezeichnen sie als Sthula sharira.
2. Als nächste Ebene folgt der Astralkörper, die Sukshma sharira. Sie wird unterteilt in eine vitale, energetische Hülle, eine Geisthülle und eine intellektuelle Hülle.
3. Noch feiner in der Erscheinung ist der Kausalkörper, die Karana sharira, mit der sog. Wonnehülle, Erfahrungen von Weite und Unendlichkeit in der Meditation und Tiefenentspannung sind hier zu hause.

Ziel des Yoga ist es alle Aspekte des physischen Körpers und des Astralkörpers in Harmonie, Gleichklang zu bringen, um möglichst oft die Wahrnehmung aus der Wonnehülle, dem Wesenskern heraus zu spüren.

Wirkungen auf den Physischen Körper

Das Praktizieren von Yoga wirkt immer auf allen Ebenen des menschlichen Daseins, wobei die Wirkungen auf der physischen Ebene am Anfang in den Vordergrund rücken.

Folgende Wirkprinzipien können auf dieser Ebene zusammenfassend genannt werden:
Durch korrekte Ausrichtung des Körpers in statischen Haltungen oder langsam und bewusst geführten Bewegungen können anatomische Fehlstellungen ausgeglichen werden.
Durch sehr achtsame Dehnung und Stärkung der Muskulatur können Rücken- und Gelenkschmerzen deutlich vermindert werden.
Durch die verstärkte Durchblutung und Kräftigung der inneren Organe erfolgt eine verbesserte Ver- und Entsorgung des Körpers.
Alle Drüsenfunktionen werden angeregt, so dass die hormonelle Steuerung des Körpers aktiviert und harmonisiert wird.
Durch tiefe Entspannung und achtsames Üben während der gesamten Stunde kann das Schmerzgedächnis des Körpers aufgehoben werden.

Wirkungen auf den Astralkörper

Je länger und häufiger man Yoga übt, umso feinstofflicher und subtiler wirkt es.
Die Wirkungen auf der energetischen Ebene lassen sich folgendermaßen erklären:

Der Mensch hat 108 energetische Nebenzentren (Marmaspunkte) und 7 energetische Hauptzentren (Chakras). Jedes dieser Zentren hat ein oder mehrere Organ-/Körperzuordnungen, d.h. versorgt einen gewissen Bereich der körperlichen Ebene mit lebensnotwendiger Energie (Prana).
Ganz wesentlich für die Gesunderhaltung des Menschen ist einerseits das freie, ungestörte Fließen dieser Energie, andererseits muss sie auch eine gewisse Intensität haben, um ihre Wirkung optimal zur Entfaltung bringen zu können.
Blockierte Energiezentren werden durch das Praktizieren der statischen Körperstellungen (Asanas), des Sonnengrusses und der yogischen Atemübungen (Pranayama) geöffnet und das Energieniveau erhöht, so dass die vitalisierende Lebensenergie frei fließen kann.

Die Wirkungen der yogischen Übungen vollziehen sich aber auch auf der Ebene des menschlichen Geistes. Durch das meditative Praktizieren von Asanas, Pranayama und vor allem der Meditation und Tiefenentspannung kommen die Gedanken zur Ruhe und die Wahrnehmung wird vertieft.
Dabei entziehen Sie Ihrem Geist den Druck des Alltags und erschließen sich eine innere Oase der Ruhe.

Die intellektuelle Hülle des Astralkörpers wird über den philosophischen Bereich des Yogas angesprochen. Viele hilfreiche alte und neuere Schriften stehen für den Weg zur Verfügung.

Kreativität, Urteilsvermögen und Konzentrationsfähigkeit und die intuitive Wahrnehmung werden so geschult.

Wirkungen auf den Kausalkörper

Ist die Wahrnehmung auf dieser Ebene des Körpers konzentriert, so stellen sich Glücksmomente, das Gefühl des "Eins Seins" mit allem, tiefe Harmonie und Liebe und viele weitere positive Empfindungen ein.

Yoga ist somit eine umfassende Übungsmöglichkeit um Körper, Geist und Seele in Harmonie zu bringen. In immer wieder neuen wissenschaftlichen Studien wirden die vielfältigen Wirkungen des Yoga nachgewiesen.


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